past`s pieces

Gezielt binde ich weggeworfene Dinge, Müll, alte Gebrauchsgegenstände in die Werke mit ein. Im bildnerischen Zusammenhang entwickeln sie sich somit zu Sinnbildern neuer Wirklichkeiten.

In diesem Prozess stelle ich den Wert dieser unbeachteten Dinge und unser Verständnis zu Ästhetik und Schönheit in Frage.

Übermalte Papiere, Ausrisse aus Tageszeitungen oder eigene Fotografien sind oft Bestandteile meiner Arbeiten. Sie können sowohl von ihrer Bedeutung losgelöst, aber auch eben durch ihre Bedeutung kompositorisch und inhaltlich für meine Arbeiten prägend sein.


swan song

 Auszug aus der Laudatio von Claudia Wädlich:

"Da sind die Collagen von Marion Birkholz aus Düsseldorf, die Fotografien als Ausgangsbasis für die Veränderlichkeit, die Metamorphose, bearbeitet. Sie spielt mit Industrieformen, die im morbiden Verfall amorphe Strukturen bilden. Eine Industriekulisse, die zwar noch visuell sichtbar ist, aber nicht mehr funktioniert. Um diesen Prozess sichtbar zu machen, bedient sie sich brutaler Techniken, sie kratzt ab, trägt verrostete Fundstücke auf. Dennoch haben diese Bilder in ihrem Verfall eine Ästhetik und eine Tiefe, die mich in dem Bild von der Zeche Nordstern an "Die sieben Himmelspaläste" von Anselm Kiefer erinnern, die zur Zeit im Museum Küppersmühle in Duisburg zu sehen sind. Ein Tunnel, der in eine unbekannte Zukunft führt, die gleichzeitig Vergangenheit und Gegenwart ist. Marion Birkholz hat in Aachen visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Malerei und Fotografie studiert." 


mutter erde

Tote Stadt gibt's genug  ist der Titel einer Ausstellung, die in Zusammenarbeit der Pflanzstelle Köln (soziokulturelle und urbane Landwirtschaft) mit der alternativen Drogenselbsthilfe Vision e.V. durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Ausstellung sind die beiden Arbeiten „Die Sorgen der Mutter Erde“ und „Auf schwachen Schultern“ entstanden.

Die oben gezeigten Arbeiten setzen sich thematisch mit der Zerstörung unseres Planeten auseinander. Symbolisch wird hier Mutter Erde von den Auswirkungen unseres sorglosen Umgangs mit unseren Ressourcen, der Überbevölkerung, der Vernichtung der natürlichen Lebensräume, um nur einige zu nennen, erdrückt. 


prints on paint